Junges Startup holt begehrten Rapid.Tech Gründeraward

Das Paderborner Jungunternehmen AMendate entwickelt eine innovative Software, die den nahezu vollautomatischen 3D-Druck optimaler Bauteile ermöglicht. Mit ihrer innovativen Idee gewann AMendate im Juni den zweiten Platz des begehrten Rapid.Tech Startup Awards. Der Preis wurde im Rahmen der Leitmesse „Rapid.Tech“ in Erfurt verliehen, die mit über 200 Ausstellern eine der wichtigsten Informationsplattformen im Bereich der additiven Fertigung ist.

In einem zehnminütigen Pitch und mit einem überaus gelungenen Messestand konnte AMendate die hochkarätige Jury aus internationalen Wirtschaftsvertretern von ihrer Idee überzeugen. Das Team gewann so den zweiten Platz beim Start-up-Award mit einem auf 2.000 Euro dotierten Preis. Zusätzlich dürfen sich die Jungunternehmer über ein Mentoring von Carl Fruth freuen, CEO der FIT AG und Visionär für die Entwicklung der additiven Fertigung.

Thomas Reiher, Co-Founder von AMendate, äußert sich positiv: „Wir freuen uns sehr über diese tolle Auszeichnung für unsere noch recht junge Software. Der Award und der Messestand auf der Rapid.Tech haben uns sehr viel Aufmerksamkeit eingebracht und die Auszeichnung der Jury zeigt uns und unseren Kunden, dass wir hier gerade an etwas sehr Wertvollem arbeiten. Durch den Austausch mit Interessenten, potenziellen Kunden und Partnern können wir unser Produkt nun weiter gezielt reifen lassen.“

Die Idee für die Entwicklung der Software kam dem AMendate Team während ihrer Forschung an der Universität Paderborn, denn der 3D-Druck bietet vielfältige Möglichkeiten für den Leichtbau durch die kosteneffiziente Fertigung bionischer Strukturen. Bislang mangelte es jedoch an einer einfach zu bedienenden Software: AMendate überzeugt hier mit der automatischen Rückführung der Optimierungsergebnisse in gängige CAD-Modelle.

 

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AMendate ist ein Team bestehend aus Mitarbeitern der Arbeitsgruppe von Prof. Rainer Koch (C.I.K), das eine vollautomatische Software zur Topologieoptimierung von technischen Bauteilen mit Fokus auf der additiven Fertigung entwickelt. Durch ihre Arbeit am Direct Manufacturing Research Center (DMRC), dem Forschungszentrum für die additive Fertigung an der Universität Paderborn, entstand die Idee zur Software. Die Software zeichnet sich dabei durch einen fortschrittlichen Algorithmus aus, der bionisch wirkende Strukturen mit glatten, optimal geformten Oberflächen kreiert. Es entsteht ein höchst zuverlässiges Produkt, das perfekt an die Einsatzbedingungen angepasst ist und nur dort Material verwendet, wo dies benötigt wird. Durch den so erzielten Leichtbau lassen sich dann in der Produktion und im Betrieb wertvolle Ressourcen sparen. Das junge Team hat sich mit Hilfe von TecUP erfolgreich um ein EXIST-Gründerstipendium beworben und wird im Juli in die garage33 einziehen, um ihr Produkt am Markt anbieten zu können.

Foto (TecUP): Das strahlende Siegerteam von AMendate mit ihrer Trophäe (v.l.): Anne Düchting, Thomas Reiher, Marco Schmidt, Gereon Deppe und Steffen Vogelsang.